Pinocchio

Schauspielhaus Salzburg, Dezember 2016

(c) Schauspielhaus Salzburg

 

Ausstattung: Isabel Graf

 

mit Janna Ambrosy, Agnes Herrlein, Tilla Rath; Lukas Bischoff, Nico Raschner

 

 

 

Pressestimmen:

 

"Die Lieblingsszene der Rezensentin ist die im Bauch des großen Fisches, in dem Pinocchio und sein Vater nach vielen Abenteuern auf beiden Seiten einander endlich wieder begegnen: Das reizende Seeungeheuer schwimmt in den Tiefen des Ozeans, für die es nichts weiter braucht, als ein paar phosphoreszierende Schnüre und Krabben mit leuchtenden Konturen (…) – Die drei Krabben, die Pinocchio aufs Meer hinaus weisen und auf die Spur Gepettos bringen: Sie leben hoch!

„Pinocchio“ nach Carlo Collodi hatte als Kinderstück mit Musik in Theaterfassung und Regie von Mareike Zimmermann seine lauthals bejubelte Premiere im Schauspielhaus. (…)

Der Auftritt des „Blauen Mädchens“, wie Pinocchio die Fee nennt, mit ihrer wiegenden Mondsichel ist ebenfalls von größter Poesie. Im Schauspielhaus ist mit wenigen – dafür aber geradezu verzaubernden Mitteln – ein Stück gelungen, das voller Poesie die Phantasie beschwört. (…)

Das Stück folgt dem Kinderbuchklassiker und funktioniert auf der Bühne ganz wunderbar (…) Sein großer Wunsch, ein „richtiges“ Kind zu werden, treibt Pinocchio um. Hier endet die Stückfassung von Regisseurin Mareike Zimmermann beinahe offen – denn Pinocchio und Gepetto singen – ganz zu recht – im Finale davon, dass es gut ist, so zu sein, wie man ist..."

Heidemarie Klabacher, Drehpunkt Kultur, 1.12.2016

 

 

"Wenn das Theater noch kindgerechte Abenteuer zeigt

Die lange Nase, für die die Holzpuppe Pinocchio berühmt ist, kommt nur in einer Szene vor. Der Lügenindikator soll nicht das probate Erziehungsmittel sein. Doch auch sonst ist Pinocchio - und damit die gesamte bezaubernde Aufführung im Schauspielhaus Salzburg - eine reizvolle Angelegenheit. Sie glänzt in den Effekten der Ausstattung (Isabel Graf), welche Sparsamkeit nicht mit Fantasielosigkeit gleichsetzt.

Die Listen von Fuchs und Kater, die geheimnisvolle blaue Fee und schließlich der Bauch des Fisches bilden existenzielle Erfahrungsfelder und bleiben doch märchenhaft direkt. Die Episoden sind locker gefügt für diese kompakte Reise in 80 spannenden Minuten.

Im Nonntal teilen sich wenige Schauspielerinnen und Schauspieler mehrere Rollen, zeigen professionelle Wandlungsfähigkeit. Auch das gehört zum unverstellten Zauber des Theaters, dem die Aufführunge ohne aufgesetzten Schnickschnack nachspürt."

Salzburger Nachrichten, 5.12.2016

 

 

"Next Stop: Pinocchios Welt

Für das Schauspielhaus Salzburg übertrug Mareike Zimmermann den Kinderklassiker PINOCCHIO mit Liebe zum szenischen Detail auf die große Bühne. (…) Mareike Zimmermann inszenierte mit den Jungen Wilden der Schauspielschule eine wunderbar abenteuerlich-magische Variante. (…)

Das tierische Duo infernale ist ein absoluter Hingucker in einer ohnehin schon sehr gelungenen Produktion. Die beiden sind nämlich alles andere als harmlos und knuffig, wie ihr Auftritt ahnen lässt. Laissez-faire und ziemlich cool kommen sie gleich auf den Punkt und sind nie, aber auch wirklich nie, um eine Ausrede verlegen. Zumindest der schlaue Fuchs nicht, während der Kater mit seiner Tollpatschigkeit und Völlerei erheitert und die Kinder zum entsetzten Quietschen bringt, wenn er genüsslich in der eigenen Nase bohrt.

Magische Momente

Pinocchio ist in Zimmermanns Inszenierung aber auch durchaus artistisch unterwegs (…). Als der Fuchs und der Kater den kleinen hölzernen Jungen überlisten und sprichwörtlich hängenlassen, wird er durch die blaue Fee gerettet. (…) Was wäre ein Pinocchio aber auch ohne wachsende Lügennase? Der Nasen-Trick gelingt so gut, dass das „blaue Mädchen“ tatsächlich ein Hauch von Magie umgibt. Auch so ein Highlight sind die Krabben. Ihr Leuchten im Dunkeln sorgt für laute Ahs und Ohs in den kleinen Zuschauerreihen, der Tiroler Akzent der Oberkrabbe für grenzenlose Erheiterung unter den Großen.

Kostüme und Bühnenbild evozieren eine Märchenwelt, die in der minimalistischen Hexenhäuschen-Werkstatt von Gepetto ihren Ausgang nimmt. Sie führt über vielseitig einsetzbare Seile, die vom Bühnenhimmel baumeln und u.a. als Wald oder Unterwasserwelt fungieren, einer wunderbar magisch verschiebbaren Mondsichel direkt zum leuchtenden Riesenfisch (Reprise: „Ah“ und „Oh“). Dort findet Pinocchio dann auch seinen Gepetto wieder.

Coming-of-age

Die Turbulenzen der Erzählung greift M. Zimmermann auf, ohne an den wichtigen Details zu sparen. Trotzdem gelingt es ihr erstaunlich gut, das umfangreiche Ausgangsmaterial in normaler Kinderstück-Dramatisierungslänge unterzubringen. (...)"

What i saw from the cheap seats, 1.12.2016

 

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